Ging euch das auch so? "Jugendliche zwischen 13 und 16 sind so ausgeglichen wie ein Jojo und so zugänglich wie ein Kaktus, sie hausen in einem Chaos, das sie 'mein Zimmer' nennen und tauchen dreimal am Tag auf, um etwas Essbares hinunterzuschlingen und die Familie anzuknurren." (Buchbeschreibung zu "Und plötzlich sind sie 13") So sehen es Eltern, gerne auch Pädagog_innen und vor allem aber jene, die beides gleichzeitig sind.
Aber ich muss sagen: Wenn das stimmt, muss ich mal wieder eine Lebensphase verpasst haben. Ich gebe zu, es gab Tage, an denen war einfach alles Mist. Diese Tage kamen witziger- und ärgerlicherweise eine Woche vor meiner Periode. Ärgerlich war das, weil es gegen meinen Gender-Instinkt sprach, dass es so etwas wie das PMS-ig-Sein gab. Gibt es leider, allerdings hört das nicht nach der Pubertät auf (zahlreiche Idioten, die sich drüber lustig machen, können nicht irren).
Ordnung? Musste ich erst lernen, richtig. Hatte meine Mutter mir aber nicht vorgelebt und die ist aus der Pubertät schon längst raus, dächte ich. Eltern infrage stellen? Hab' Papi gestern lieb, hab' Papi heute lieb. Auflehnung nach oben? Wenn mir etwas nicht passt, schlucke ich es ungern runter, das ist wahr. Wurde mir aber auch so beigebracht. Und ansonsten nur Jungs im Kopf? Naja...
So gesehen hatte ich keine Pubertät. Stattdessen hatte ich:
- viel Streit mit meiner Mutter (weil sie ein Problem mit meiner Homosexualität hatte),
- mich darum bemüht, nicht die Zeit mit ihr zu verbringen (um o.g. Streits zu vermeiden),
- ihr ungern gesagt, wo ich hingehe (weil das böööse Lesben waren),
- mit ihr etwas sehr Persönliches plötzlich nicht mehr geteilt (sie wollte es ja nicht hören).
Ging's euch auch so?
P.S.: Der Satz "Jungs sind doof" bekommt da eine ganz andere Bedeutung... und Eltern finden es nicht mehr "typisch pubertär", sondern plötzlich "beängstigend" (anfangs).
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