Seit 1. November gibt es ja einen neuen Sender in den unendlichen Weiten des nervtötenden Kabelsalats: "Timm - wir lieben Männer"Obwohl die Zielgruppe eine schwule ist, habe ich mich gleich mal angesprochen gefühlt - wir sind ja alle eine große Familie, gelle ;) - und mit dem automatischen Suchlauf - unsere Sender sind vor kurzem sowieso alle flöten gegangen, weil Kyrill unser Satellitenkabel geschrottet hatte, aber die paar Wochen (oder Monate?) waren wir herrlich ohne Fernsehen ausgekommen - gesucht. So. Es folgen: kürzere Sätze.
Ein Blick in die Überschau der nächsten Wochen auf der Website, denn die Fernsehzeitschriften werden den Deibel tun und Timm mit aufnehmen, offenbart: The L Word ist auch im Programm enthalten. Da entflutschte mir nur ein klares und deutliches: "Hä?" und mir gingen drei Dinge durch den Kopf:
1. Das ist ja putzig: Jetzt hat die Minderheit eine Minderheit und darf auch mal jemanden "so nebenbei, pro forma" erwähnen.
2. Ihr blöden Schwuchteln! (liebevoll gemeint) Wenn ihr nicht euer eigenes Ding machen wolltet, hätten wir dann nicht gleich den gesamten Sender zusammen aufziehen können? Jetzt ist 'schwul' schon wieder das selbe wie 'homosexuell' in der Presse.
3. Aber eigentlich ist es doch ganz nett, dass sie auch an uns denken.
Im Endeffekt entschied ich mich dafür, beim dritten Gedanken hängen zu bleiben, denn ich weiß ja gar nicht, ob sich vielleicht einfach nicht genügend Medienlesben gefunden haben oder ob überhaupt das Interesse der Zielgruppe bestünde. Also, wie gesagt: eigentlich ganz lieb von ihnen.
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