Seit ein paar Wochen nimmt die Gewalt an Berliner U-Bahnhöfen zu: Kaulsdorf-Nord wird eine lesbische Frau als "Schwuchtel" angepöbelt, nach einer Auseinandersetzung wird sie verprügelt, Hallesches Tor erleidet ein schwuler Mann einen Kieferbruch und diverse Fußtritte, vom seelischen Schaden mal ganz ab.
Heute erzählte mir eine Kommilitonin, sie hätte vor ein paar Tagen einen Typen mit langen Haaren in der U-Bahn sitzen sehen, der auf der linken Seite seines Halses ein fettes Hakenkreuz zu pranken hatte. Sie hatte auch zweimal hingeguckt, weil sie dachte, das könne nicht sein. Seine Sitznachbarn schienen die unübersehbare Tätowierung nicht gesehen zu haben. Es war übrigens im Wedding.
Manchmal ist die Welt einfach nicht gerecht.










