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Jugendnetzwerk::Lambda
Berlin-Brandenburg e.V.

Die Rote Schleife

Liquid Feedback in Aktion

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Die Diskussionsphase


  • Jeder kann ein Thema, eine Idee zur Abstimmung freigeben, die Bearbeitungshoheit liegt  dann auch bei dem_der jeweiligen Initiator_in der Abstimmung
  • Während des Abstimmungszeitraumes bekommt der_die Initiator_in Rückmeldung über Zustimmung zu seinem_ihrem Projekt und über mögliche zusätzliche Zustimmung, bei Modifizierung des Ganzen - auch hier liegen wieder sämtliche Entscheidungen bei dem_der Initiator_in
  • Anregungen können zusätzlich noch in eine Rangfolge gebracht werden, indem ihnen zusätzliches Stimmgewicht verliehen wird. Abstufungen hierfür sind:
    • notwendigen Bedingungen für eine Zustimmung
      („bei Realisierung dieser Bedingungen würde ich zustimmen“)
    • Indikation der Präferenzsteigerung
      („dies macht den Vorschlag noch unterstützenswerter“)
    • Indikation der Präferenzsenkung
      („ich würde zwar weiterhin zustimmen, dies aber als Verschlechterung ansehen“)
    • hinreichende Bedingung für das Entziehen der Zustimmung
      („bei Realisierung dieser Änderung ziehe ich meine Unterstützung zurück“

  • Sollte ein Verbesserungsvorschlag bereits existieren, den man unterstützen möchte, kann das eigene Stimmgewicht hinzugefügt werden. Um die Chance der Verbesserungsvorschläge zu steigern, ist es also sinnvoll, sich einem bereits bestehenden Vorschlag anzuschließen.

  • Sollte man mit seinen Ideen nicht durchdringen, gibt es jederzeit die Möglichkeit, selbst als Initiator eines Antrages aufzutreten.

  • Dieses System ermöglicht eine Konstruktive Atmosphäre: eine fundamentale Ablehnung eines Vorschlages ist nicht möglich, da man in diesem Fall Gegeninitiativen unterstützen oder selbst als Initiator auftreten kann.

  • Auch gibt es keinen Moderator, da dessen Einflussmöglichkeiten dem demokratischen Prinzip widersprechen würden.

  • Die eigentliche Idee soll jedoch bei Mehrheitsfähigkeit nicht ihren eigentliche Charakter verlieren   

Abstimmung nach der Schulze-Methode - die Präferenzwahl


  • Abgestimmt wir über verschiedene Antragsvarianten zur gleichen Grundidee
  • Sowohl Zustimmung als Ablehnung können, müssen aber nicht, nochmal in eine Rangfolge gebracht werden: der Antrag mit der höchsten Zustimmung gilt als angenommen- so entfällt taktisches Wählen und die Wahl des kleineren Übels
  • Nach der Abstimmung werden alle Abstimmdaten offengelegt (namentliche Abstimmung). Dies gilt auch für die Informationen darüber, wer mit wessen Vollmacht gestimmt hat.
  • Auf diese Weise kann jeder Teilnehmer selbst die Korrektheit der Ergebnisse überprüfen. Dies ist die einzige Möglichkeit, das System nachhaltig gegen Manipulationen zu schützen.
  • Aus Datenschutzgründen können Pseudonyme zugelassen werden, wodurch die Abstimmung aber nicht zur geheimen Wahl werden kann. Problem?! Eine geheime Wahl mittels Computer stellt ohnehin eine Illusion dar.

Vorteil gegenüber Mailinglisten und Foren

  • Quantifizierbarkeit und dadurch klare Bildung und Erkennung einer Mehrheitsmeinung

Wo wird es bereits angewendet?

  • Im Landesverband Berlin der Piratenpartei - in der Partei auch schon satzungsmäßig verankert als offizielles Meinungsbildungstool - auf Bundesebene ist die Einführung dieses Programms gerade verschoben worden
  • Beschleunigung von Abstimmungsverfahren: komplette Satzung des Landesverbandes der Piratenpartei in zwei Stunden
  • Für alle Nicht- Mitglieder sind sämtliche Initiatorenlisten und Antragstexte frei einsehbar, aber natürlich nicht veränderbar- dies trägt zur Transparenz des Systems bei
  • Problem: Datenschutz

Warum brauchen wir ein derartiges Abstimmungssystem bei Lambda?

  • Unser kleines Jugendnetzwerk ist mittlerweile gar nicht mehr so klein und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das ist wunderbar, stellt uns aber vor neue strukturelle Herausforderungen, da unsere derzeitigen Strukturen nicht für eine derartig hohe Mitgliederzahl gedacht sind. Jedes einzelne Mitglied soll sich als Teil der Lambda- Familie fühlen und daher auch aktiv in die Entscheidungsfindungen bei Lambda mit einbezogen werden und „sein Jugendnetzwerk“ mitgestalten, was mit Liquid Feedback problemlos möglich wäre.

  • Für das Lambda-Team (Landesvorstand und Landesbeirat) ist es eine Möglichkeit, direkt mit den Mitgliedern in Kontakt zu treten und zu erfahren, welche Dinge sie interessieren und wie sie zu einzelnen Themen stehen - so können Entscheidungen getroffen werden, die im Sinne der Mitglieder sind und durch das offene Abstimmungsverfahren wird noch mehr Transparenz geschaffen.

  • Die Mitglieder haben direkte Kontrollmöglichkeiten mit Liquid Feedback. Trifft der Vorstand eine Entscheidung entgegen der Abstimmung in Liquid Feedback, ist das sofort offensichtlich. Dadurch können alle Mitglieder in Echtzeit prüfen, ob ihre Interessen vertreten werden oder nicht 

  • Potentiellen neuen Mitgliedern kann gezeigt werden, was für Werte bei Lambda vertreten werden und auf was sie sich einlassen - außerdem ist es für die Mitglieder eine tolle Möglichkeit, neue alternative Demokratieformen kennenzulernen, auszuprobieren und so ihren Horizont zu erweitern 

 
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